D&D-Würfel erklärt: d4, d6, d8, d10, d12, d20
Egal, ob du gerade dein erstes Set Polyederwürfel gekauft hast oder einer Freundin oder einem Freund das Hobby erklärst — diese Anleitung deckt alles ab, was du über die sieben Standardwürfel in Dungeons & Dragons und anderen Tabletop-Rollenspielen wissen musst.
Das Standard-Set
Ein typisches D&D-Würfelset umfasst sieben Würfel. Jeder wird nach der Anzahl seiner Seiten benannt.
d4 — Der Fußangel
Der vierseitige Würfel ist eine dreieckige Pyramide. Er wird meist für kleinen Schaden geworfen — Dolche, Wurfpfeile und Heiltränke. Ihn abzulesen kann knifflig sein: Das Ergebnis ist die Zahl an der oberen Spitze oder an der Grundfläche, je nach Hersteller.
d6 — Der Klassiker
Diesen kennt jeder. In D&D übernimmt der d6 die Generierung der Attributswerte (würfle 4d6 und lass den niedrigsten Wert weg), Feuerbälle, Schaden bei Hinterhalten und Dutzende andere Würfe. Viele Zauber skalieren, indem beim Aufsteigen weitere d6 hinzukommen.
d8 — Der Langschwert-Würfel
Ein achtseitiger Würfel, geformt wie zwei an der Basis verschmolzene Pyramiden. Langschwerter, Degen und viele Klerikerzauber verursachen d8-Schaden. Er wird auch für bestimmte Trefferwürfel beim Stufenaufstieg verwendet.
d10 — Der Prozentpartner
Der zehnseitige Würfel leistet Doppeltes. Allein deckt er Waffenschaden (Piken, schwere Armbrüste) und manche Zaubereffekte ab. Kombiniere zwei d10 — einen für die Zehner, einen für die Einer — und du erhältst einen Prozentwurf (d100) von 01 bis 100.
d12 — Der beste Freund des Barbaren
Der zwölfseitige Würfel ist der Große-Axt-Würfel. Barbaren lieben ihn. Abseits schwerer Waffen taucht er in ein paar Nischenzaubern und dem Zaubertrick Hexenblitz auf. Er ist wohl der am wenigsten genutzte Würfel im Set — was ihn beim Werfen umso besonderer macht.
d20 — Der Star der Show
Der zwanzigseitige Würfel entscheidet über fast alles Wichtige: Angriffswürfe, Rettungswürfe, Attributsproben und Initiative. Eine natürliche 20 ist ein kritischer Treffer; eine natürliche 1 ist ein automatischer Fehlschlag. Kein anderer Würfel trägt so viel dramatisches Gewicht.
Probiere jeden dieser Würfel gleich hier aus:
Wann wirfst du welchen Würfel?
| Situation | Würfel | Beispiel | |-----------|-----|---------| | Angriffswurf | d20 | Ein Schwert gegen einen Goblin schwingen | | Schaden (leichte Waffe) | d4 | Dolchstich | | Schaden (mittlere Waffe) | d6 oder d8 | Kurzschwert oder Langschwert | | Schaden (schwere Waffe) | d10 oder d12 | Hellebarde oder Große Axt | | Attributsprobe | d20 | Ein Schloss knacken, einen Wächter überreden | | Rettungswurf | d20 | Einem Feuerball ausweichen | | Trefferpunkte beim Stufenaufstieg | d6–d12 | Hängt von deiner Klasse ab | | Prozentwurf / Zufallstabelle | d100 (2×d10) | Wilde-Magie-Ausbruch |
Tipps für neue Spieler
- Kauf ein komplettes Set. Einzelne Würfel sind okay, aber ein passendes Set aus sieben kostet unter 10 Euro und fühlt sich großartig an.
- Übe das Ablesen des d4. Das ist der Würfel, der anfangs alle verwirrt.
- Würfle auf ebener Fläche. Würfeltabletts verhindern, dass Würfel vom Tisch fliegen (und unter das Sofa rollen).
- Nutze Online-Würfler zum Üben. Unser Würfelgenerator lässt dich vor dem Spieleabend jede Kombination ausprobieren. Probier einen d20 zu würfeln oder 3d6 für Attributswerte.
Mehr als die Grundlagen
Manche Systeme führen ungewöhnliche Würfel ein — d2 (ein Münzwurf), d3 (würfle einen d6 und halbiere ihn), oder sogar einzelne d30 und d100. Die Kern-Sieben decken 99 % dessen ab, was dir in D&D 5. Edition und den meisten Pathfinder-Spielen begegnet.
Viel Spaß beim Würfeln!
